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Erklärung von Oberbürgermeister Klaus Muttach zum Vorgehen der Stadtverwaltung im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona Virus


Hinweis: Bitte beachten Sie auch die Videobotschaft von Oberbürgermeister Klaus Muttach nach Textende...


Die Ausbreitung des Corona-Virus nehmen wir bei der Stadtverwaltung außerordentlich ernst und gehen verantwortungsbewusst damit um. Es muss von einer Zunahme der Fallzahlen ausgegangen werden. Ziel muss es sein, die Zunahme der infizierten Personen zu verlangsamen. Das Gesundheitssystem kann auf diese Weise stabilisiert und leichter funktionsfähig gehalten werden.

Deshalb stehen für die Stadt Maßnahmen im Mittelpunkt, mit welchen wir die Gefahr der Ansteckung reduzieren. Konkret werden wir geplante Großveranstaltungen mit unvermeidbaren zahlreichen Kontakten zwischen Menschen absagen. Dazu zählen der Bauernmarkt am 21. März, der Geschirrflohmarkt „Tasse sucht Teller“ am 4. und 5. April sowie der Kirschblütenzauber in Mösbach am 5. April. Mir ist bewusst, dass diese Absagen vor allem für die Veranstalter schmerzhaft sind, weil auch schon finanzielle Vorleistungen erbracht wurden. In der gegenwärtigen Situation hat aber auch in Abwägung mit wirtschaftlichen Interessen der Schutz der Bevölkerung eindeutig Vorrang. Darüber hinaus ist auch bei mittelgroßen Veranstaltungen mit einigen hundert Besuchern eine Absage konkret in Erwägung zu ziehen, insbesondere wenn der wirtschaftliche Schaden überschaubar ist und die Veranstaltungen gegebenenfalls sogar nachgeholt werden können. Deshalb wurde die Veranstaltung „Gesichter des Sports“ mit der Sportlerehrung am kommenden Freitag, den 13. März und auch die gong-Veranstaltung mit Kabarettist Florian Schroeder am 26. März (der Ticketpreis für bereits erworbene Karten wird unter Vorlage der Tickets von der jeweiligen Vorverkaufsstelle erstattet…) gleichfalls abgesagt.

Ziel ist es, den Alltag an die aktuelle Situation anzupassen und die Gefahr der Ansteckung zu reduzieren. Gleichwohl sollen die öffentlichen Einrichtungen weiterhin in Betrieb gehalten werden. Dazu zählen sowohl die Einrichtungen der Stadtverwaltung und ihrer Werke wie auch Kindertageseinrichtungen und Schulen. Bei Hinweisen auf eine konkrete Infektionsgefahr wird im Zweifel eine Quarantäne von betroffenen Personen durch die Ortspolizeibehörde angeordnet. Darüber hinaus habe ich besondere Verhaltensregeln zwischen den Mitarbeitern unserer Stadt wie auch zwischen Mitarbeitern und Kunden beziehungsweise Gesprächspartnern angeordnet. So ist ab sofort die übliche Praxis der Begrüßungsform des „Händeschüttelns" untersagt. Hierauf weisen Schilder in der Stadtverwaltung hin. Darüber hinaus wurde auf Möglichkeiten zur Reduzierung der Infektionswahrscheinlichkeit durch mehrmaliges tägliches Händewaschen mit Seife, den Einsatz von Desinfektionsmitteln oder auch Verhaltensregeln beim Niesen und Husten hingewiesen.

Ich setze hier auch auf die Eigenverantwortung aller Beteiligten, um die Infektionsrisiken zu minimieren. Bei Mitarbeitern mit chronischer Erkrankung wird eine Einzelfallregelung zu deren Schutz realisiert.

Bei der Stadt Achern werden alle im Zusammenhang mit dem Corona Virus eingehenden Informationen beim Leiter der Fachgebietes Sicherheit und Ordnung, Arno Sackmann, gebündelt und die erforderlichen Maßnahmen in Abstimmung mit dem Oberbürgermeister veranlasst. Bei Bedarf wird auf Hilfskräfte wie die Feuerwehr zurückgegriffen. Um deren Einsatzfähigkeit in besonderer Weise zu schützen, gelten hier verschärfte Regelungen. Zusammenkünfte mit mehr als 30 Personen sind untersagt und deshalb wurde auch die Feuerwehr-Jahreshauptversammlung am 27. März abgesagt.

Die Stadtverwaltung geht mit der gegebenen Situation im Zusammenhang mit der Entwicklung des Corona Virus ernsthaft, eindeutig und angesichts der Dynamik der Entwicklung auch flexibel um.





Erklärung von Oberbürgermeister Klaus Muttach zum Vorgehen der Stadtverwaltung im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona Virus